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eSIM installieren und aktivieren: Anleitung für iPhone und Android

Команда OneVOIPlanet · Aktualisiert 2026-07-22

Person mit modernem Smartphone, auf dem ein QR-Code für die eSIM-Aktivierung gescannt wird.

Was ist eine eSIM und warum lohnt der Umstieg auf die digitale SIM-Karte

Eine eSIM ist ein fest verbauter Mikrochip von rund 5x5 Millimetern, der bereits bei der Produktion direkt auf die Hauptplatine des Smartphones gelötet wird. Anders als eine Plastik-SIM-Karte lässt er sich nicht entnehmen, verlieren oder zerkratzen: Der Chip funktioniert wie ein wiederbeschreibbarer Speicher, in den das Software-Profil des Mobilfunkanbieters geladen wird. Der erste praktische Unterschied ist die Sicherheit. Wird ein Handy mit physischer SIM-Karte gestohlen, entfernen Diebe in der Regel sofort den SIM-Schacht, um das Gerät vom Netz zu trennen und eine Ortung zu verhindern. Bei einer eSIM funktioniert dieser Trick nicht: Ohne das Passwort des Telefons lässt sich das Profil nicht entfernen, das Gerät bleibt also online – und die Chance, es wiederzufinden, steigt. Der zweite Unterschied ist die Geschwindigkeit der Aktivierung. Eine neue Nummer wird online in wenigen Minuten freigeschaltet: kein Weg in den Shop des Anbieters mit Ausweis, kein Anstehen, kein Warten auf den Briefumschlag des Kuriers. Auf einem einzigen Chip lassen sich mehrere Profile verschiedener Anbieter speichern – je nach Smartphone-Modell meist 5 bis 10. Das ist praktisch, um berufliche und private Anrufe zu trennen, ohne ein zweites Telefon zu benötigen.

So prüfen Sie, ob Ihr Handy eSIM unterstützt

Ein universeller Weg für jedes Betriebssystem ist der USSD-Code. Öffnen Sie die Telefon-App und wählen Sie *#06#. Auf dem Bildschirm erscheinen die Geräteinformationen: Suchen Sie zwischen Barcodes und IMEI-Nummern nach der Zeile EID (Embedded Identifier) – das ist eine eindeutige Kennung. Wird sie angezeigt, unterstützt Ihr Smartphone eSIM. Auf dem iPhone können Sie dasselbe über das Systemmenü prüfen: Einstellungen -> Allgemein -> Info, dann nach unten scrollen zu den Abschnitten Physische SIM und Verfügbare SIM (bzw. Digitale SIM). Eine EID-Nummer in dieser Liste bestätigt die Kompatibilität. Apple unterstützt eSIM ab dem iPhone XS, XS Max und XR sowie in allen folgenden Generationen, einschließlich der SE-Reihe ab der zweiten Generation. Ausnahme sind Modelle für Festlandchina, Macau und Hongkong: Sie haben statt des verbauten Chips zwei physische SIM-Steckplätze. Unter Android führt der Weg meist über: Einstellungen -> Über das Telefon -> Statusinformationen (oder die allgemeine Liste der Gerätedaten). Suchen Sie dort dieselbe EID-Nummer. Durchgehend vorhanden ist die Technologie in Samsung-Flaggschiffen ab Galaxy S20 und Note 20, in der gesamten faltbaren Z-Fold- und Z-Flip-Reihe sowie bei Google Pixel ab dem Pixel 3. Auch einzelne Modelle von Xiaomi, Motorola und Sony verfügen über den Chip.

Vorbereitung der Aktivierung: Was Sie vor der Einrichtung brauchen

Die wichtigste Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung. Sie laden ein verschlüsseltes Anbieterprofil direkt auf den Chip des Telefons – bricht die Verbindung dabei ab, kann die Datei beschädigt werden. Verbinden Sie sich deshalb mit einem zuverlässigen WLAN zu Hause oder im Büro. Meiden Sie öffentliche Hotspots in Cafés oder der U-Bahn: Sie drosseln oft die Downloadgeschwindigkeit oder verlangen eine Anmeldung über ein Captive Portal, die Verbindungen zu den Servern des Anbieters blockiert. Steht kein WLAN zur Verfügung, lassen Sie sich von einem anderen Smartphone mobile Daten per Hotspot freigeben. Das zweite unverzichtbare Element sind die Aktivierungsdaten Ihres Mobilfunkanbieters. Meist ist das ein einmaliger QR-Code, den Sie nach dem Kauf eines Tarifs per E-Mail erhalten oder im Kundenkonto auf der Website des Anbieters finden. Da der Code mit der Smartphone-Kamera gescannt werden muss, zeigen Sie ihn auf einem zweiten Gerät an – Computerbildschirm, Tablet oder anderes Handy – oder drucken Sie ihn aus. Ist das nicht möglich, vergewissern Sie sich, dass der Anbieter die Textdaten für die manuelle Eingabe mitgeliefert hat: die Adresse des SM-DP+-Servers und einen Aktivierungscode. Speichern Sie beides in Ihren Notizen, um es bei der Einrichtung schnell kopieren und einfügen zu können.

Schritt für Schritt: eSIM auf dem iPhone einrichten

Verbinden Sie Ihr iPhone vor dem Start mit einem stabilen WLAN und halten Sie den QR-Code des Anbieters bereit. Öffnen Sie Einstellungen → Mobilfunk (in manchen iOS-Versionen heißt dieser Bereich Mobile Daten). Tippen Sie auf die blaue Schaltfläche „eSIM hinzufügen“ (in älteren iOS-Versionen „Mobilfunktarif hinzufügen“) und wählen Sie „QR-Code verwenden“. Der Kamerasucher öffnet sich – richten Sie ihn auf den Code des Anbieters. Das Smartphone erkennt die Daten in wenigen Sekunden und zeigt die Meldung: „Mobilfunktarif von [Anbietername] kann hinzugefügt werden“. Tippen Sie auf „Fortfahren“ und warten Sie, bis sich das Telefon mit dem Netz verbindet. Ist die Kamera defekt oder der QR-Code nicht verfügbar – etwa weil Sie den Tarif direkt auf dem Smartphone gekauft haben und keinen zweiten Bildschirm zur Anzeige besitzen –, lässt sich das Profil manuell hinzufügen. Tippen Sie unten im Scan-Bildschirm auf „Details manuell eingeben“. Es erscheinen zwei Felder: „SM-DP+-Adresse“ (sieht aus wie ein langer Domainname) und „Aktivierungscode“ (eine Zeichenfolge aus Buchstaben und Zahlen). Kopieren Sie diese Daten aus der E-Mail des Anbieters, fügen Sie sie in die jeweiligen Felder ein und tippen Sie auf „Weiter“. Nach dem Download des Profils schlägt iOS vor, die Leitungen zu benennen – etwa die physische Karte als „Primär“ und den digitalen Tarif als „Privat“, „Geschäftlich“ oder „Reise“. Anschließend fragt das System, welche Leitung standardmäßig für Anrufe und SMS genutzt werden soll, welche mit iMessage und FaceTime verknüpft wird und welche die mobilen Daten übernimmt. Diese Einstellungen lassen sich später jederzeit im Menü Mobilfunk ändern.

eSIM vom alten auf ein neues iPhone übertragen

Beim Wechsel auf ein neues Apple-Smartphone können Sie Ihre Nummer per integrierter Schnellübertragung auf das neue iPhone übertragen – ohne beim Anbieter einen neuen QR-Code anzufordern. Voraussetzungen: Beide Geräte laufen mit iOS 16 oder neuer, Bluetooth ist aktiviert, die Bildschirme sind entsperrt und die Geräte liegen nah beieinander. Auf dem neuen iPhone: Einstellungen → Mobilfunk → eSIM hinzufügen → Von iPhone in der Nähe übertragen. Das System findet das alte Gerät und sendet dorthin eine Bestätigungsanfrage. Auf dem neuen Bildschirm erscheint ein sechsstelliger Code – geben Sie ihn auf dem alten Smartphone ein, um die sichere Datenübertragung zu starten. Der gesamte Vorgang dauert etwa eine Minute. Sobald das Profil auf dem neuen Gerät aktiviert ist, wird es auf dem alten automatisch deaktiviert. Die Schnellübertragung funktioniert nur, wenn Ihr Mobilfunkanbieter sie unterstützt. Blockiert der Anbieter die Übertragung auf seiner Seite, zeigt das System einen Hinweis an, sich für die Neuausstellung einer eSIM an den Anbieter zu wenden.

Schritt für Schritt: eSIM auf Android einrichten

Unter Android unterscheiden sich die Menübezeichnungen je nach Hersteller, die Logik bleibt aber gleich. Aktivieren Sie vor der Einrichtung WLAN und halten Sie Ihren Aktivierungs-QR-Code bereit. Auf Samsung-Geräten lauten die Schritte: Einstellungen → Verbindungen → SIM-Manager (in neueren One-UI-Versionen eventuell einfach „SIM-Karten“). Tippen Sie auf „Mobilfunktarif hinzufügen“ oder „eSIM hinzufügen“. Das Smartphone fordert Sie auf, den „QR-Code des Anbieters zu scannen“ – richten Sie die Kamera auf den Code. Nach der Erkennung bestätigen Sie mit „Hinzufügen“. Der Download des Profils dauert etwa eine Minute, danach erscheint die Nummer in der Liste der aktiven Verbindungen, wo Sie sie umbenennen oder ihr Symbol ändern können. Bei Google Pixel, Motorola, Nokia und anderen Geräten mit Stock-Android verläuft der Menüweg anders: Einstellungen → Netzwerk & Internet → SIMs (oder „Mobilfunknetz“). Tippen Sie neben der Überschrift auf das Symbol „+“ oder auf „SIM hinzufügen“. Das System fragt „Stattdessen SIM herunterladen?“ – bestätigen Sie, um den Scan-Bildschirm für den QR-Code zu öffnen. Genau wie unter iOS ist die manuelle Eingabe möglich: Lässt sich das Bild nicht scannen, suchen Sie im Scan-Bildschirm nach „Code manuell eingeben“. Je nach Android-Version geben Sie die SM-DP+-Adresse und den Aktivierungscode in getrennte Felder ein oder fügen sie als eine einzige, vom Anbieter bereitgestellte Zeichenfolge ein. Prüfen Sie nach dem Download, ob der Schalter neben dem neuen Profil aktiviert ist.

Mehrere eSIM-Profile verwalten: Tipps für Reisende

Der Speicher Ihres Telefons kann mehrere eSIM-Profile aufnehmen – je nach Modell meist 5 bis 10. Gleichzeitig aktiv sein können jedoch nur zwei Nummern: zum Beispiel eine physische SIM und ein digitales Profil oder, bei neueren Smartphones, zwei digitale Profile. Die übrigen Profile bleiben deaktiviert, sodass Sie das benötigte manuell einschalten können. So lassen sich Tarife für mehrere Länder schon vor der Abreise kaufen und herunterladen. Nach der Landung müssen Sie keinen Kiosk mit lokalen SIM-Paketen suchen – öffnen Sie einfach die Mobilfunkeinstellungen, schalten Sie das Profil des vorherigen Landes aus und das aktuelle ein. Der ganze Vorgang dauert nur Sekunden. Sinnvoll ist außerdem, Prioritäten festzulegen, wenn Sie gleichzeitig Zugriff auf zwei Nummern brauchen. Ein Beispiel: Sie reisen mit einem lokalen Tarif für günstige mobile Daten, möchten Bestätigungscodes Ihrer Bank aber weiterhin per SMS auf Ihrer heimischen ukrainischen Nummer erhalten. Legen Sie im SIM-Manager Ihre Heimleitung als Standard für „Sprachanrufe“ und „SMS“ fest und wählen Sie im Bereich „Mobile Daten“ das eSIM-Reiseprofil aus. Deaktivieren Sie „Daten-Roaming“ für Ihre Heimleitung, um unerwartete Datenkosten zu vermeiden. Umgekehrt muss „Daten-Roaming“ für das Reiseprofil oft aktiviert bleiben, da viele Anbieter digitaler SIM-Karten über Roaming-Partnernetze arbeiten.

Häufige Fehler bei der eSIM-Aktivierung und ihre Lösung

Selbst wenn Sie die Anleitung genau befolgen, kann die Aktivierung manchmal scheitern. Das häufigste Problem im ersten Schritt ist, dass das Smartphone den QR-Code nicht scannt. Achten Sie darauf, ihn über das Systemmenü der Netzwerkeinstellungen zu scannen und nicht mit einer Scanner-App von Drittanbietern oder im normalen Kameramodus. Erhöhen Sie die Helligkeit des Bildschirms, auf dem der Code angezeigt wird, und prüfen Sie, ob das Kameraobjektiv Ihres Telefons sauber ist. Das zweite Problem ist kritischer: Meldungen wie „Dieser Code wurde bereits verwendet“ oder „Ungültiger Code“. Ein eSIM-QR-Code ist nur einmal nutzbar. Haben Sie ihn bereits gescannt, der Download ist aber wegen eines WLAN-Abbruchs fehlgeschlagen, oder wurde ein frisch installiertes Profil versehentlich gelöscht, lässt sich die eSIM mit demselben Bild nicht erneut hinzufügen. Bricht das mobile Internet ab oder versagt das Netz, löschen Sie das Profil nicht – schalten Sie es einfach über den Schalter aus. Wurde das Profil gelöscht oder der Code durch einen Fehler ungültig, hilft nur noch der Kundendienst des Anbieters, bei dem Sie einen neuen QR-Code anfordern. Wurde das Profil geladen, die eSIM funktioniert aber nicht – kein Signal oder keine mobilen Daten –, starten Sie zunächst das Gerät neu: So meldet sich das Funkmodul erneut bei den Mobilfunkmasten des Anbieters an. Prüfen Sie anschließend, ob das Profil selbst in den Einstellungen aktiviert ist, denn manchmal wird es im ausgeschalteten Zustand geladen. Nutzen Sie im Ausland einen Reisetarif, achten Sie darauf, dass der Schalter „Daten-Roaming“ speziell für dieses Profil aktiviert ist. Einige globale Anbieter erfordern die manuelle Einrichtung des Access Point Name: Öffnen Sie in den Profileinstellungen „Mobiles Datennetzwerk“ (oder „APN-Zugangspunkte“) und tragen Sie den Wert aus der Anleitung des Anbieters in das APN-Feld ein; die übrigen Felder bleiben leer.

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